Vorsicht, Abzocke! Die Polizei gibt Tipps zum Schutz vor Telefonbetrügern

Insbesondere Seniorinnen und Senioren sind nach wie vor im Visier von skrupellosen Betrügern. Am Telefon täuschen sie ihren Opfern vor, dass sie Polizeibeamte des LKA, des BKA, einer örtlichen Polizeidienststelle oder einer Ermittlungsgruppe der Kriminalpolizei seien. Aber auch Notlagen von Angehörigen werden vorgetäuscht oder hohe Gewinne versprochen. Tatsächlich handelt es sich um Betrüger, die es nur auf die Ersparnisse älterer Menschen abgesehen haben. Die Polizei warnt vor dieser Betrugsmasche und bittet insbesondere die Angehörigen, um gezielte Sensibilisierung älterer Familienmitglieder, von Bekannten und betreuten Personen.

Angebliche Polizeibeamte

Immer wieder erhalten ältere Mitbürger Anrufe von angeblichen Polizeibeamten. Die Anrufer täuschen im Telefonat vor, dass beispielsweise in der Nachbarschaft eingebrochen wurde, Täter festgenommen wurden oder ein Einbruch unmittelbar bevorstehe und stellen einen Bezug zum potentiellen Opfer her. Im zweiten Schritt erfragen die Täter in der Regel, ob Schmuck oder Bargeld im Haus ist oder fordern die Personen auf, einen größeren Geldbetrag von der Bank abzuheben.
Im dritten Schritt versuchen sie ihr Opfer dahin zubringen, das Geld oder den Schmuck in die Obhut der angeblichen Polizeibeamten zu geben und fädeln eine Übergabe ein.
Die Betrüger sind ideenreich, variieren ihre Methoden und haben oft Kenntnisse von örtlichen Begebenheiten.

Zahlreiche solche Anrufe gingen in den letzten Tagen und Wochen und auch derzeit ganz aktuell bei Bürgerinnen und Bürgern in nahezu allen Gemeinden der Landkreise Reutlingen, Esslingen und Tübingen ein.

Enkeltrick

Die Betrüger rufen meist bei älteren und allein lebenden Personen an und geben sich als Verwandte, Enkel oder auch gute Freunde aus. Diese Gespräche beginnen in der Regel mit „Hallo Oma/Opa, weißt Du wer dran ist?“ Immer bitten die angeblichen Angehörigen kurzfristig um Bargeld. Vorgetäuscht wird ein finanzieller Engpass oder eine Notlage, beispielweise ein Autokauf oder ein Unfall. Die Lage wird immer äußerst dringlich dargestellt, um das Opfer unter Druck zu setzen. Sobald es bereit ist zu zahlen, wird ein Bote geschickt, um das Geld abzuholen. Hat der Betroffene die geforderte Summe nicht zu Hause, wird er gebeten, unverzüglich zur Bank zu gehen, um dort den Betrag abzuheben. Nicht selten ruft der Täter sogar das Taxi, wenn das Opfer den Weg nicht zu Fuß bewältigen kann.

Gewinnversprechen

Die Betrüger versprechen ihren Opfern am Telefon hohe Gewinne. Die Methode ist immer ähnlich: Vor einer Gewinnübergabe werden die Betroffenen aufgefordert, eine Gegenleistung zu erbringen. Sie sollen Gebühren bezahlen, kostenpflichtige Telefonnummern anrufen oder an Veranstaltungen teilnehmen, auf denen minderwertige Ware zu überhöhten Preisen angeboten wird.

Tipps für Ihre Sicherheit:

  •  Niemals rufen Polizeibeamte, Staatsanwälte oder andere Amtspersonen bei Ihnen an und fragen Sie nach ihren persönlichen Verhältnissen oder bestehendem Vermögen aus.
  • Echte Polizeibeamte oder Amtspersonen würden niemals Bargeld oder Wertgegenstände an der Haustüre abholen.
  • Lassen Sie sich nicht von angezeigten Telefonnummern täuschen. Bei dieser Betrugsmasche werden oftmals über einen Internetdienst Fantasienummern generiert, die bei den Opfern den Anschein erwecken sollen, dass die „echte Polizei“ anrufe.
  • Lassen Sie sich am Telefon nicht einschüchtern und überweisen Sie kein Geld.
  • Nennen Sie nie von sich aus den Namen des angeblichen Enkels und rufen sie Ihren Angehörigen insbesondere bei Bitten um Geld unter der Ihnen bekannten Telefonnummer zurück und vergewissern Sie sich.
  • Etwas gewonnen zu haben ist toll! Haben Sie an einem Gewinnspiel teilgenommen? Ist der Gewinn mit einer finanziellen Vorleistung wie beispielsweise Gebühren, Steuern oder Überweisungskosten verbunden, werden Sie besonders misstrauisch. Hier werden Sie betrogen!
  • Im Verdachtsfall rufen Sie Ihre örtliche Polizeidienststelle oder die 110 (ohne Vorwahl!) an.

Weitere Informationen erhalten Sie auf unserer Seite www.polizei-beratung.de oder laden Sie unseren Flyer im Download Bereich herunter.

zurück

Downloads

Laden Sie hier herunter